Die M2i.46xx Serie mit 12 verschiedenen Modellen deckt den Bereich der schnellen Aufzeichnungskarten mit 16 Bit Auflösung aus dem Hause Spectrum ab. Verfügbar sind die M2i.46xx Karten mit 2, 4 oder 8 Kanälen mit Abtastraten von 200 kS/s, 500 kS/s, 1 MS/s oder 3 MS/s. Alle Karten sind voll synchron aufgebaut, für jeden Kanal steht ein eigener Vorverstärker sowie ein eigener A/D Wandler bereit, d. h. alle Kanäle werden gleichzeitig mit der vollen Abtastrate gesampelt. Beim Spitzenmodell M2i.4652 kommt man so für 8 Kanäle auf eine Abtastrate von 3 MS/s.
Die Daten werden in den 64 MB großen on-board Speicher (ausbaubar bis auf 4 GByte) abgelegt und sind entweder im FIFO-Betrieb kontinuierlich oder nach Ende der Messung auslesbar. Daneben bieten die Karten der Serie Features wie individuelle Trigger-Engines für jeden Kanal mit Level, Flanke, Re-Arm, Fenster, Pulsbreite oder Spike-Trigger, die Möglichkeit der Verknüpfung von Triggerereignissen mit ODER/UND sowie die Star-Hub Option zur phasengenauen Synchronisation von bis zu 16 Karten in einem System. Mit Hilfe dieser Option lassen sich voll synchrone Systeme mit bis zu 128 Kanälen aufbauen.
Die Karten sind kompatibel zu PCI und PCI-X sowohl mit 3,3 V als auch mit 5 V I/O-Spannung.
Die Eingangsverstärker der Karten erlauben die individuelle Auswahl von 8 Eingangsbereichen zwischen ±50 mV und ±10 V sowie im single-ended Betrieb (auf gemeinsame Masse bezogen) die Programmierung eines Eingangsoffsets von ±5 V. Daneben kann jeder Kanal individuell auf einen true-differential Modus umgestellt werden. Im Gegensatz zum häufig angebotenen pseudo-differential Modus kann hier ein echtes Differenzsignal mit vollem Signalhub auf beiden Phasen angeschlossen werden. Dabei bleibt die volle Anzahl Kanäle zur Aufzeichnung erhalten, es stehen also bis zu 8 differentielle Kanäle zur Verfügung. Ergänzt wird die Eingangssektion durch einen automatischen Offset- und Gainabgleich, bei dem mit einem einfachen Softwarebefehl die Eingänge auf eine interne Referenzquelle abgeglichen werden.
Mit den Karten der M2i Serie werden Treiber für Windows und Linux mitgeliefert. Dabei werden alle Standard Windows Versionen ab Windows 2000 sowohl in der 32 Bit als auch in der 64 Bit Version unterstützt. Auf der Linux-Seite werden vorkompilierte Kernel für etwa 10 Standard-Distributionen wie Suse, Redhat, Fedora oder Debian mitgeliefert. Gegen ein NDA ist der Sourcecode des Linuxtreibers erhältlich und kann auf nahezu beliebigen Distributionen eingesetzt werden. Zur direkten Nutzung in verschiedenen Programmiersprachen werden Beispiele sowie Projektdateien für Visual C++, Borland C++ Builder, Visual Basic, Borland Delphi sowie Gnu C++ mitgeliefert. Die möglichen Schnittstellen zu Third-Party Produkten sind: LabVIEW, LabWindows, MATLAB, VEE, DASYLab oder MS Excel.