Bei Digitizern mit hohen Abtastraten sind massebezogene Single-Ended Eingänge der Standard. In einigen Anwendungen ist der Anschluss von differentiellen Signalen für die Minimierung der Rauscheinstrahlung aber ein Muss. Speziell für diese Anwendungen hat der deutsche Hersteller Spectrum Systementwicklung seine Palette der 12 Bit A/D Karten um eine Differenzoption erweitert. Die M2i.30xx Serie – verfügbar als PCI/PCI-X sowie als PCI Express Version – verfügt über insgesamt 17 verschiedene Modelle mit 1 bis 4 Kanälen und Abtastraten zwischen 40 MS/s und 200 MS/s.
Viele der Modelle mit 2 oder 4 Kanälen fassen per Software umschaltbar jeweils 2 Single-Ended Kanäle zu einem Differenzkanal zusammen. Damit kann z.B. die M2i.3024 im Single-Ended Betrieb mit 2 Kanälen und 105 MS/s oder 4 Kanälen und 50 MS/s betrieben werden. Bei Aktivierung der Differenzoption kann die gleiche Karte 2 Kanäle mit 105 MS/s als differentielle Eingänge betreiben.
Die Differenzbildung erfolgt in Echtzeit mit der vollen Abtastrate, so dass die digitalisierten Daten direkt als 13 Bit Werte aus der Karte gelesen werden können. Allen Karten gemein ist der voll synchrone Aufbau. Jeder Eingangskanal hat separat programmierbare Eingangsbereiche von 200 mV bis 10 V, eine schaltbare 50 Ohm Eingangsterminierung sowie einen eigenen A/D Wandler.
Die Aufzeichnung der Daten geschieht in den bis zu 2 GSample großen on-board Speicher, der wahlweise auch vollständig als FIFO-Buffer genutzt werden kann. Im FIFO-Modus können die Daten kontinuierlich mit bis zu 220 MB/s zum Rechner übertragen werden z.B. zur online Analyse oder für Dauertests.
Mit dem Multiple Recording Modus können sehr schnell aufeinander folgende Triggerereignisse aufgezeichnet werden. Die Totzeit beträgt dabei 4 Takte, so dass bei 100 MS/s Abtastrate bereits nach 40 ns auf ein neues Triggerereignis reagiert werden kann. Die Anzahl der Segmente ist dabei nur durch den vorhanden Speicher begrenzt.
Alle Karten der M2i-Serie, können über den internen Sync-Bus synchron betrieben werden. Hiermit ist die Erstellung von massiv parallelen Systemen mit mehr als 1000 Kanälen ebenso möglich wie der gemischte Betrieb mit D/A Karten oder Digital I/O Karten.
Mitgeliefert werden Treiber für Windows 2000, XP, Vista sowie Linux mit Kernel 2.4 und 2.6. Bei allen Betriebssystemen werden sowohl die 32 Bit als auch die 64 Bit Versionen unterstützt. Weiterhin gibt es optional auch eine Anbindung für Matlab, LabView, LabWindows, DasyLab oder VEE.