Für komplexe Anwendungen hat Xilinx jetzt ein FPGA entwickelt, das 6,8 Mrd. Transistoren und 2 Mio. Logikgatter bzw. 10 Mio. ASIC-Gatter bietet. Der Baustein heißt Virtex-7 2000T und baisert auf einer Technologie, die Stacked Silicon Interconnect genannt wird. Das 2,5-D-IC-Stacking realisiert die hohe Logikdichte auf einem monolithischen 28nm-FPGA. Dadurch lassen sich I/O-Schnittstellen zwischen unterschiedlichen ICs auf einer Leiterplatte eliminieren und die Gesamtverlustleistung eines System senken.
Da die Dies Seite an Seite auf einem Silicon-Imposer angeordnet sind, vermeidet diese Technik solche Probleme, die beim Ableiten der Verlustleitung und hinsichtlich der Zuverlässigkeit auftreten, wenn man die einzelnen Chips übereinander stapelt. Der Interposer enthält über 10.000 schnelle Verbindungen zwischen jedem Die, was die Hochleistungsintegration ermöglicht.
Das FPGA bietet Logikdichte, Leistungsfähigkeit sowie geringe Verlustleistung wie ein ASIC – aber mit dem Vorteil der Reprogrammierbarkeit. Sämtliche 28-nm-Bausteine von Xilinx (Artix-7, Kintex-7, Virtex-7 und Zynq-7000 EPP ) haben eine einheitliche Architektur, die eine Wiederverwendung von Designs und IP innerhalb und zwischen den Familien unterstützt. Sie werden im 28-nm-HPL-Prozess von TSMC gefertigt und sollen hinsichtlich der statischen Verlustleistung vorbildlich Werte aufweisen.
Die ersten Entwicklungs-Muster des Virtex-7 2000T werden derzeit ausgeliefert. Anwender können laut Xilinx sofort mit ihrer Entwicklung beginnen.